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Unsere Nr. 1 im Team ist Püppi

 

No. 1 im #teamlamicell ist unsere Püppi ein Boxer-Labrador erobert die Herzen im Reitsport

 

Püppi kam am 24.02.2018 nach einer über 36 Stunden langen Fahrt in einem dunklen Transporter mit 8 anderen Hunden aus dem 10 Grad „warmen“ Valencia in das Sauerland mit -10 Grad tagsüber und nachts bei -14 Grad.

 

Püppi war der erste Hund, der rausgeholt wurde. Im Hintergrund sagte jemand: „Ach der schwarze Welpe, der die ganze Fahrt nur gek… (erbrochen) und gesch… (Durchfall) hatte.“ Püppi hatte kein Mantel an, zitterte wie Espenlaub und Elli nahm sie sofort untere ihre Jacke. Dann kam ihr Bruder aus dem Transporter und war ein Brocken von Hund – 12 kg wie uns die neuen Besitzer später schrieben. Püppi konnte nicht mal auf den eigenen Beinen stehen, war völlig dehydriert und nur Haut und Knochen. Es wurde uns empfohlen, doch mal einen Tierarzt aufzusuchen.

 

Nachdem wir drei Tierarztpraxen auf deren Notrufnummer versucht hatten telefonisch zu erreichen und erreichten wir endlich Christin Voss im 25 km entfernten Lennestadt/Altenhundem. Wir fuhren sofort hin und die Diagnose war erschreckend. Püppi wog 3,3 kg hatte eine Körpertemperatur von 33 Grad und eine geschätzte Überlebenschance von max. 20-30%. Püppi hätte in dem Zustand gar nicht transportiert werden dürfen, wurde am Ausreisetag noch geimpft und der sogenannte Tierschutzverein hielt es nicht mal für notwendig, einen Tierarzt bei Ankunft vor Ort zu haben. Schlussendlich müssen wir dennoch dankbar sein. Wahrscheinlich hätte jeder andere Tierarzt in diesem Moment uns dieses Gefühlschaos ersparen und Püppi erlösen wollen.

 

Christin – sie ist heute die Patentante von Püppi – glaubte von Anfang an, dass Püppi leben will. Wir mussten Püppi für 2 Wochen bei Christin lassen, denn Püppi konnte ihre Körpertemperatur nur mit Wärmelampe und -kissen halten. Jeden zweiten bzw. dritten Tag sind wir dann von hinter Düsseldorf ins Sauerland nach getaner Arbeit gefahren und haben Püppi immer für eine Stunde besucht. Christin, unsere Tierärztin hatte gleich zu Anfang eine evtl. Bauchspeicheldrüseninsuffizienz vermutet und ab dem 5. Tag blind darauf therapiert, da die Werte sich so verschlechterten, dass eine Einschläferung bevorstand. Am nächsten Tag kamen die letzten Laborbefunde und bestätigten dies. Seit diesem Tag nimmt Püppi sukzessive zu und holte jede Woche ein Stückchen auf. Viele von euch haben Püppi schon auf den ersten Turnieren kennengelernt und viele würden es heute nicht glauben, was aus ihr geworden ist. In Dortmund wog Püppi noch 5 kg, in Hamburg bereits 7,5 kg und heute ist Püppi bei 17 kg.

 

Heute vor genau 4 Monaten begann die Fahrt von Püppi in südlichen Spanien. Wir glauben, dass sie wusste, dass wenn sie es schafft, sie hier ihr Paradies findet, was wir versuchen, ihr jeden Tag immer wieder zu bieten. Ein Dankeschön an alle, die bis hierhin, immer wieder nachgefragt haben, wie es ihr geht, die Püppi auf den Veranstaltungen so viele Streicheleinheiten gegeben haben und uns ihre Geschichten erzählt haben, denn so viele Menschen haben Tieren aus schlechten Umständen in ein schönes zu Hause geholfen.

 

Das größte Dankeschön gilt allerdings unserer Püppi für ihren unendlichen Lebenswillen und unserer lieben Tierärztin Christin Voß, die unsere Püppi gerettet hat, die wir seitdem versuchen aller 4 Wochen zu besuchen und ihre Aufopferung in diesem zwei Wochen (nachts alle 2 Stunden aufstehen wegen Püppi) sicherlich nie vergessen werden.

 

Heute können wir sagen, dass wir ein #onceinalifetimedog haben und Püppi ein #onceinalifetimetierarzt gefunden hat.